Wales Watching

Kurzurlaub in Wales, September 2011

REISENURLAUBWALES

Elmar Matzeit

2/25/202622 min read

35 Grad brütende Hitze beim Abflug in München, Ankunft in Birmingham bei 15 Grad, starkem Wind und Dauerregen. So beginnt eine Reise voller Kontraste.

Der Vertreter der Autovermietung, der mir in der Empfangshalle des Flughafens ein Schild mit meinem Namen entgegenhält, ist ein tiefenentspannter Pakistani mit Diamant-Ohrring. Er klingt ein wenig wie Apu aus “The Simpsons”, aber ich verstehe ihn trotz seines Slangs recht gut. Angesichts des Regens füllen wir die Mietdokumente im Auto aus, einem kleinen Hyundai mit Automatik, denn ich will mich bei Linksverkehr nicht auch noch damit mühen, das Benzin mit Links umzurühren. Die Parkscheingebühr wird von mir entrichtet, ich soll den Wagen bei der Rückgabe dort abstellen und vorher telefonisch Bescheid geben, dann läuft das Ganze wie jetzt. Die “großen” Autovermieter sind offenbar ziemlich einflussreich bei der Vergabe von Büroräumen innerhalb des Flughafens - da muss sich “Easirent” was einfallen lassen. Interessantes Konzept, jedenfalls.

Die (britische) Frauenstimme, die mir aus dem extra für den Trip gekauften Navigationsgerät die Richtung ansagt, scheint leicht verwirrt in der Nähe des Flughafens - nach ein paar etwas anstrengenden Runden um diverse Kreisverkehre bemerke ich, dass sie offenbar einen kleinen zeitlichen Versatz zum GPS hat. Dann geht alles soweit prima, denn ich ignoriere erstmal ihren Schluckauf und navigiere selbst. Die Autobahnen und Bundesstraßen sind durchnummeriert (M1, A465 Nord, etc.), man findet sich ganz gut zurecht. Nachdem ich mehreren wild lichthupenden Geisterfahrern verwirrt ausgewichen bin, stelle ich mich auf den Linksverkehr ein und wechsle die Fahrbahnseite.

Es regnet in Strömen, und nach einigen Kilometern bzw. Meilen bemerke ich erste Gemeinsamkeiten mit Festland-Europa: auch hier gibt es Staus. Zäh bewegt es sich in Richtung Norden. Erst, als ich von der Stadt in ländlichere Gebiete komme, entspannt es sich ein wenig. Es scheint Usus, einen Mietwagen nicht mit vollem Tank zu übergeben - wie ich nach einiger Zeit mit leichtem Entsetzen feststelle - zum Glück liegt eine der doch vergleichsweise spärlich gesäten Tankstellen an meiner Strecke (gekennzeichnet durch Ankündigungen wie “A464 North - Services: 16 m” - “miles”, nicht “Meter”!). Zweite Gemeinsamkeit: auch angelsächsische Jauche besitzt eine ähnlich-komplexe olfaktorische Vehemenz wie ihr teutonisches Äquivalent.

Nach zwei Stunden spüre ich langsam, wie die Müdigkeit angesichts des doch anstrengenden Wetters und der leichten Reise-Aufregung durchkommt und bin erleichtert, auf dem ersten Wegweiser “North Wales” zu lesen. Eine weitere halbe Stunde später - während sich im Radio diverse Leutchen darüber streiten, ob es okay ist, übergewichtig zu sein oder ob “Fatties” gesellschaftlich geächtet werden sollten - überquere ich die Landesgrenze nach Wales und blicke dem Waliser Drachen ins Auge. Prompt wird das Wetter besser - hin und wieder blitzt sogar die Sonne durch - und als ich über eine Hügelkuppe fahre, sehe ich rechts das Meer und vor mir eine Ebene mit Schafen, den landestypischen schwarzen Rindviechern, Backsteinbauernhöfen und einer mittelalterlichen Burg. Schön.

Nicht llange, und ich llande in Llandudno an (dieses oft anzutreffende Doppel-L wird wie ein Schweizer “CH” gefolgt von einem “L” ausgesprochen - falls man sich daran versuchen will). Kaum, dass ich mein treues Gefährt auf dem kleinen Parkplatz des spätviktorianischen Gästehauses abgestellt habe, begrüßt mich schon der Hausherr Martyn, der eine Widmung im “Book of Great British Smiles” verdient hätte.

In der Lounge gibt es zur Begrüssung eine Tasse Kaffee mit Keksen, die mir seine Frau Linda serviert, und schließlich beziehe ich das Doppelzimmer, das für die ersten zwei Tage mein Zuhause sein wird.

Ein erster Stadtrundgang am frühen Abend führt mich an kleinen fachwerkartigen Stadthäuschen vorbei zur Promenade mit ihrem langen Pier...

...flankiert von den beiden Hausbergen “Great Orme” und “Little Orme”.

Nach einem kurzen Besuch im lokalen Supermarkt (2 Sorten Cider plus ein Sausage Roll für den kleinen Hunger - sowie Duschgel, Zahnpflege etc., denn der Unsinn mit Extrabeutel und durchsichtigen Fläschchen für die Flugsicherheitskontrolle war mir zu doof) geht’s in mein neues Domizil und zur Nachtruhe - ich will erst einmal ankommen.

Die Nacht ist kurz, denn sowas wie Rolläden zur Schlafzimmerverdunkelung sind auf der Insel weitgehend unbekannt. Wenigstens rieche ich dank des “Ingwer-Orange”-Duschgels wie in “Fanta” mariniert. - Schon am Abend zuvor hatte ich meinen Gastgebern auf ihrem kleinen Formular mitgeteilt, was mein Frühstück sein sollte: klassisch britisch. Man ist hier gut organisiert. Am Eingang gibt man sogar durch farbige Gummibällchen, auf die Smilieys gemalt sind, die An- oder Abwesenheit im Haus an. Und der gute Martyn bastelt mir ein Spiegelei, gebratene Champignons und Tomaten, Röstiecken (hier als “Hash Browns” bekannt) und Toast mit Bohnen in Tomatensauce. Dazu kleingeschnibbelte frische Früchte, Kaffee und O-Saft. Was will man mehr? - Das Wetter wirkt okay, daher will ich nach Conwy laufen, etwa fünf Meilen einem Küstenweg folgend am Meer entlang, wie mir meine auskunftsfreudigen Gastgeber mitteilen.

Schon bald wandere ich auf den Dünen, zwischen Unmengen von leider noch kaum wirklich reifen Früchte tragenden Brombeersträuchern hindurch - oft geschützt vom teils recht strengen Wind, entlang eines Golfplatzes.

Auf halbem Weg entdecke ich einen Angler, der sich wohl wie Ronnie James Dio fühlen muss bei seinem Versuch, einen Regenbogen einzufangen.

Minuten später wird der Himmel plötzlich tiefgrau, und was sich zunächst wie die Gischt der Wellen anfühlte, entwickelt sich in kürzester Zeit zu heftigstem Regen. Von oben - und von der Seite. Bis ich einen Unterstand erreiche, bin ich trotz meiner Windjacke, die nunmal kein Regenmantel ist, bis auf die Knochen durchnässt. Und nachdem es nicht danach aussieht, als ob es in Bälde nachlassen würde, bleibt nur der Weg vorwärts. Ein besser verpackter Postbote weist mir den Weg zu einem Café, aber da es sich nicht mehr so anfühlt, als könne ich durch eine Stunde im Trockenen die klamme Nässe loswerden kann, wirkt die Bushaltestelle verlockend. Der Weg zum Gästehaus ist nach der kurzen Fahrt dann nicht mehr wirklich weit, und als ich nach einer Stunde Durchnässtwerdens meinen Fuß über die Schwelle bewege, klart es auf. - Klar.

Die Windjacke muss trocknen, denn ich habe keinen Ersatz - Martyn bietet mir die Benutzung des hauseigenen Trockners an, aber das dürfte die Jacke nicht gut vertragen. Also wird auf natürliche Art und Weise getrocknet und zum Zeitvertreib gelesen. Die heftigen Schauer machen die Luft klamm und feucht, und es dauert fünf Stunden, bis die Jacke wieder halbwegs tragbar ist.

Mein Weg führt mich anschließend ins “The Albert”, ein ansehnliches größeres Pub und Restaurant, von dem ich schon im Internet Gutes gelesen hatte. Die Karte klingt nicht unspannend, aber irgendwie bin ich nicht wirklich hungrig und begnüge mich mit einem Snack und drei lokalen Bieren - von denen ich das dritte nach einem Schluck stehen lasse, denn es schmeckt wie Sportsocken-Consommée mit halbverdautem Honig. Diese Erfahrung beschließt den zweiten Tag in Llandudno.

Heute muss ich Martyn und Lindas Gastfreundschaft für eine Nacht gegen die des “Hotel Alexandra” tauschen, denn sie sind ausgerechnet an diesem einen Tag ausgebucht gewesen. Das Wetter soll ähnlich unbeständig werden wie am Tag zuvor, also muss ich mir Gedanken machen, wie und wo ich die Zeit zwischen Checkout um 10 Uhr und Check-In um 14 Uhr verbringe. Netterweise kann ich Auto und Reisetasche dort belassen und mit leichtem Gepäck unterwegs sein. Nachdem es so unbeständig und regnerisch werden soll, ergibt eine Rundfahrt auch nicht wirklich viel Sinn.

Als ich mich auf den Weg mache, zeigt sich jedoch hin und wieder die Sonne, und als ich ein Notizbuch für meine Reisedokumentation erworben habe, mache ich mich an den Aufstieg zu einer der höchst gelegenen Straßen im direkten Stadtgebiet Llandudnos.

Der Ausblick ist es wert, und ich setze mich in die Sonne.

Der Rückweg führt mich an der “Great Orme Tramway”, einer der drei verbliebenen Kabelstraßenbahnen der Welt, die hinauf zum größeren der beiden Hausberge der Stadt führt. Weiter geht’s am Pier vorbei zum “The Albert”, wo ich einen “slow-roasted pork belly” bestelle.

Das Ganze erinnert mich an einen Rollbraten, denn es ist mit Kräutern und auch Zitronenabrieb gefüllt und stellt sich als der beste Rollbraten heraus, den ich je gegessen habe. Das Stück Kruste obendrauf rundet die Sache ab. - So habe ich britische Küche nicht in Erinnerung!

Nun ist es Zeit für das “Hotel Alexandra”. Ich will mir das Ganze zumindest mal anschauen - und es stellt sich nach einiger Wartezeit und einem schon fragwürdigem Treppenaufgang als untragbar heraus: gelbliche Flecken auf dem Laken, eine Matratze, die ebenso wie die schimmelig wirkenden Holzfenster aus dem vorletzten Jahrhundert zu stammen scheinen und widerum Flecken auf dem Teppich, von denen man nicht wissen will, von welchen besonderen Ereignissen sie stammen. Ich verlasse das Hotel sofort wieder - nicht ohne dem Manager mitzuteilen, dass ich dort keinesfalls übernachten werde.

Das stellt mich vor das Problem, an einem der letzten Feiertags- und Ferienwochenenden Britanniens eine brauch- und bezahlbare Bleibe für eine Nacht zu finden. Überall hängen “No Vacancies”-Zeichen in den Fenstern, doch ich entdecke tatsächlich auf meiner nomadischen Wanderung durch die Stadt ein Guest House, bei dem das “No” fehlt. Der Blick ins Speisezimmer verheißt nichts Ungutes, auf gut Glück klingle ich - und werde herzlich von Stuart begrüßt, einem sofort sympathisch wirkenden Mittvierziger, der das Haus als Neueinsteiger zusammen mit seiner Frau Pam erst vor zwei Wochen eröffnet hat. Sie haben nur noch ein Dreibettzimmer frei, meint er entschuldigend, das als einziges im Haus noch nicht renoviert sei und bietet mir eine Besichtigung an. - Alles ist jedoch einwandfrei, sauber und schön - wenn auch nicht so stilvoll wie die neuen Zimmer, von denen er mir eins auch stolz vorführt. Und für 40 Pfund zu haben. Nach fünf Stunden zu Fuß und der unerfreulichen Begegnung mit “Alexandra” bin ich doch sehr erleichtert, wozu auch Stuarts freundliche Art und der zur Begrüßung frisch gebrühte Kaffee beitragen. Er und Pam stammen ebenso wie Martyn und Linda nicht aus Wales - das Fremdenzimmergeschäft scheint gerade für Quereinsteiger und Zugezogene interessant. Ich richte mich auf die eine Nacht ein, morgen soll das Wetter angeblich stabiler werden...

Beobachtungen zwischendurch:

1. Woran erkennt man unzweifelhaft den Festland-Europäer (na gut, sagen wir mal, den Nicht-Commonwealthler)? Er schaut beim Überqueren der Straße immer zuerst nach links. Schwer abzugewöhnen, das.

2. Ich frage mich, wo die Frauen zwischen 18 und 40 abends hin gehen. Die drei ausgesprochenen Pubs wirken nicht sonderlich einladend, fast ein wenig “asslig” - und das Publikum dort besteht zu 99 Prozent aus Männern. Auch auf der Straße sehe ich außer hin und wieder einer Touri-Familie kaum Frauen in besagtem Alter...

3. Offenbar entwickelt man hier eine Toleranz gegen Wind und Regen, die für den Nicht-Insulaner manchmal erstaunlich wirkt: selbst bei gefühlten 10 Grad, Regenschauern und fiesen Windböen sind einige Leute hier in kurzen Hosen und T-Shirts unterwegs. Ob es daran liegt, dass schließlich kalendarisch betrachtet ja “Sommer” ist? Hm. Ignorance is bliss.

“Stabil” ist nicht unbedingt das treffendste Adjektiv, um das Wetter in Nordwales zur Zeit zu beschreiben. Während der Nacht hatte es immer wieder geregnet, und der Wind weht kühl und in teils heftigen Böen. Nach einem klassischen Frühstück neben einem Paar, das sich offenbar während des gesamten Morgens kein einziges Wort zu sagen hat, verabschiede ich mich von meinen charmanten Kurzzeit-Gastgebern.

Ich mache mich auf den Weg in den wirklichen Supermarkt der Stadt: “ASDA”, einen Ableger von Wal-Mart. Dort ist alles wie beim US-Stammvater - vornehmlich XXL. “Bio” ist jedoch gänzlich unbekannt. Dafür gibt es viermal so viel Fertig-Industriefraß und Süßkram nebst -getränken wie in deutschen Supermärkten. Da muss man sich über solche “Wer-ist-hier-dick?”-Diskussionen im Radio nicht wundern. Zum Glück ist meine Neugier auf mir unbekannte Lebensmittel dann doch nicht so groß.

Nach einem ausgiebigen Schwätzchen mit den Ferienpensionären und Mitbewohnern John und Marie (er ist gesundheitlich ziemlich angeschlagen, aber sehr lustig, sie will einmal zu den Pyramiden in Ägypten, um die Pharaonengräber zu sehen, und beide stehen auf Filmklassiker und “Star Trek”) beziehe ich das Einbettzimmer neben meinem ehemaligen Domizil. Mittagessen gibt’s wieder im “The Albert” (Never change a winning team!), nachdem ich noch zwei wärmere Sweater erworben hatte. Der Koch ist einfach prima: Lammleber auf Kartoffelpüree mit Zwiebel-Bratensauce. Knaller. Das geht kaum besser.

Und es regnet weiter.

Schön: endlich Fenster, die man einigermaßen verdunkeln kann. Unschön: “besser” ist widerum ein nicht passendes Adjektiv für die meteorologischen Kapriolen hier. Es ist lediglich weniger windig.

Beim Frühstück macht mir Linda den Vorschlag, ich solle doch per Bahn das Colwyn Valley nach... Moment, den schwer merkbaren Namen muss ich nachschlagen... Betwys-y-Coed hinunterzuckeln. So kann ich einigermaßen im Trockenen und Warmen bleiben und kriege was zu sehen. Und daher mache ich mich auf zum örtlichen Bahnhof. 5 Pfund 30 kostet der Spaß hin und zurück. Das Regionalbähnchen rattert erst am Meer, dann am Fluss entlang - vorbei an viel Grün, Schafen und Rindern und kleinen Bauernhöfen aus Vulkangestein. Die Gegend ist zudem recht bewaldet.

Eine dreiviertel Stunde später komme ich in dem kleinen Dorf an, das sich auch ganz auf Tourismus eingestellt hat. Mir fällt erneut auf, wie viel Alltagsverkehr auf diesen Straßen unterwegs ist. Als ich nach Studium einer Ortskarte in Richtung der “Swallow Falls” Wasserfälle marschiere, kriege ich nach einer Weile Zweifel und kehre wieder um - schließlich sollte diese lokale Attraktion fünf Meilen entfernt liegen, und ich will nicht unbedingt eine Stunde in die falsche Richtung stiefeln. Mein Verdacht bestätigt sich: die Karte ist nicht wirklich nach den Gegebenheiten ausgerichtet - allerdings hätte es auch einen Bus gegeben, aber den habe ich nun verpasst, und der nächste fährt erst in einer Stunde wieder. Ich laufe noch ein wenig herum, aber es gibt außer B&Bs, Souvernirshops und kleinen Läden nicht wirklich viel zu sehen. Natur hätte mir schon gereicht, aber dafür müsste ich mehr Ortskenntnis besitzen und mich abseits der Straßen bewegen. Also erwerbe ich noch einen angeblich “vor Ort” gebackenen “Welsh Fruitcake” (“Bara Brith”) - was hoffentlich keine falschen Vermutungen über meine Ausrichtung in Sachen Unterleibsfreuden impliziert - und entere den Zug in Richtung zurück. Unterwegs gibt mir eine steinalte hakennasige Omi einen Wink, dass die für Fotos besser geeignete Seite des Zugs links in Fahrtrichtung liege. Und sie hat Recht. Bei einem längeren Zwischenhalt steht sie auf, zwinkert mir verschwörerisch zu und meint: “I’ll go for a smoke.” und hutzelt sich mit Stock und Fluppe direkt vor das “No Smoking”-Schild draußen. Wohl ein stillschweigend geduldetes Vorrecht von Mitbürgern, die so alt sind wie die denkmalgeschützten Häuschen hier. Spontan steige ich nahe Conwy aus, in der Hoffnung, dass ich dem Ort dieses Mal näher komme als zur Zeit meiner ganz persönlichen Sintflut.

Es gelingt - und ich kann die imposante Burg nebst Stadtmauer, sowie das kleinste Haus in Großbritannien bestaunen.

Allerdings geht es auch hier wieder unglaublich geschäftig-touristisch zu. Not my piece of cake. Ich nehme den Bus zurück, wundere mich über ein paar weibliche Teenager, die kaum aufgebrezelter und “billiger” wirken könnten und setze mich erneut ins “The Albert”, denn die anderen Lokale haben einfach nur immer die selben Standardgerichte zu bieten. Der Koch ist Waliser, wie ich erfahre (was einige französische Gerichte wie das “Cassoulet” auf der Karte nicht unbedingt vermuten lassen), das Lamm mit Gratin Dauphinois (tja, die Franzosen...) ist klasse.

Weitere Zwischenbemerkungen:

1. Im Fernsehen warnt man hier vor “flashing images”. Huiiiiiiii!

2. Man begrüßt sich nicht wirklich mit “Hello!”, sondern mit dem jovialeren “Hiya!”.

3. Und “Twix” heißt hier auch nicht mehr “Raider”. Dafür heißt “Opel” “Vauxhall”.

Hurra! - Ab heute soll es jeden Tag um - Festhalten! - sage und schreibe EINEN Grad pro Tag wärmer werden! Celsius! - Es sind die kleinen Dinge.

Dennoch lassen sich John und Linda beim Frühstück darüber aus, dass es doch eine Schande sei, bereits im August die Heizung bemühen zu müssen. (Das Wetter ist wohl Thema Nummer Eins auf der Insel - gefolgt von “Sein oder nicht ganz so dick sein? - Das ist hier die Frage.) Nichtsdestotrotz: heute will ich mit der “Great Orme Tramway” auf den gleichnamigen Hausberg.

An der Promenade versuche ich mich an ein paar Panoramafotos, bis ich mich zur Haltestelle begebe.

Dort bin ich im Nu von fußlahmen Senioren und Familien mit Kind (oder Hund oder beidem) umringt. Die erste Tram ist sofort voll, die zweite auch - aber ich will einen passablen Platz zum Filmen und habe es ja nicht eilig. Nach einem Kaffee geht es aufwärts. Der hölzerne Aufbau des Wagens knarrt und knarzt angesichts der Steigung, wir schleichen bergan zur Zwischenhaltestelle, wo umgestiegen wird - alles durch das Gewicht-Gegengewicht-Prinzip gesteuert. Und gebaut von einer Firma aus Zug (treffenderweise!) in der Schweiz. Oben befindet sich eine weitere Station mit viel Touristenkram. Ich tänzele zwischen Schafsexkrementen auf ansonsten unbetretenen Pfaden entlang und werde mit einigen schönen Ausblicken belohnt.

Daher laufe ich auch zur Zwischenstation hinunter und lasse mich wieder hinabgondeln - nicht, ohne die auf dem Berg beheimateten Kaschmirziegen bei ihrem Brunch unter der Seilbahn abzulichten.

Im “The Albert” gönne ich mir zum Abschied noch das Tagesgericht, einen britischen Klassiker: “Meat Pie with Chips and Peas” - was aber dann doch bis auf den Pie eine ziemlich fade Angelegenheit ist. Sowas hätte ich sicher auch in den anderen Lokalen gekriegt. Immer die spannenderen Dinge auf der Karte wählen!

Im Supermarkt, wo ich mir zwei Dosen Cider mit 8.4 Prozent Alkohol (!!!) zu wissenschaftlichen Zwecken hole, fühle ich mich wieder an jene Radiodebatte erinnert: auf den Hintern der meisten Frauen hier könnte man einen Hubschrauberlandeplatz errichten - und ich stehe ja nun nicht wirklich auf Hungerhaken. - Der Cider schmeckt erstaunlich gut, und es dauert angesichts der Umdrehungen nicht lange, bis der Sandmann die Tür eintritt.

Llandudno präsentiert sich am letzten wie am ersten Tag meines Besuchs: leicht bewölkt, aber hin und wieder klar. Die Nacht war jedoch kühl. Um kurz nach Neun, nach meiner zwischenzeitlichen Lieblings-Frühstückscombo aus Smoked Haddock (geräuchertes Schellfischfilet - wie das meiste Geräucherte warm gereicht!), Roasted Tomatoes, Scrambled Eggs und einem Sausage Sandwich mit Senf verabschiede ich mich kurz, aber herzlich von John und Marie (die mir noch zwei Küsschen auf die Wange drückt) sowie Martyn und Linda (die in Bezug auf meiner vormalige Bemerkung, die Kelten seien auch am Bodensee gewesen, womit ich ja vielleicht einen entfernten Cousin hier haben dürfte, Ähnlichkeiten zu ihrem Waliser Schwiegersohn aufzeigt - es gibt tatsächlich äußerliche Gemeinsamkeiten, aber er hat weniger Haare als ich!). Kurz überlege ich noch, ob ich einen Zwischenhalt auf Anglesey oder Mount Snowdon einlegen soll, aber ich will irgendwie weg von dem Tourismus, und Linda hatte mich gewarnt, dass die Bergbahn zum Snowdon wahrscheinlich durch Reisebus-Gesellschaften ausgebucht sei. Daher mache ich mich auf durch die abwechslungsreiche Landschaft gen Südwales und winke dem Snowdon im Vorbeifahren zu.

Drei Stunden später, nach breiten Flusstälern und dicht bewaldeten Gebieten, vorbei an Heidelandschaften und kargen Hügeln sowie den üblichen Schaf- und Rindertupfern schlängle ich mich - erstaunlicherweise nach wie vor vom Navigationsgerät geleitet, das zwar keine Ortsnamen, aber wenigstens die Postleitzahl zuordnen konnte - durch ein urtümlich bewaldetes Tal abwärts, wo mich am Ende die ehemalige Schmugglerbucht von Cwmtydu empfängt (die Aussprache des Ortsnamens ist Walisisch für Fortgeschrittene).

Ein Nest, bestehend aus vielleicht fünf Häuschen, einem Campingtrailerpark und einem winzigen Café.

Es ist nicht viel los, lediglich tummeln sich ein paar Feriengäste am überschaubaren Strand, vornehmlich Familien (wobei ich dachte, die Schulferien seien vorbei). Ein dicker Mann nötigt seinen keuchenden Hund immer wieder durch Hol-den-Ball dazu, bemerkenswerte Strecken im Meer zu schwimmen - mit dem Ball im Maul. Die Rollen würde ich gerne mal vertauscht sehen: los, Dickerle! Hol das Balli! - Aber die Welt ist so, wie sie ist.

Rechts und links der Bucht schlängeln sich die “Coastal Paths” in beide Richtungen nach oben. Das steht für morgen auf dem Plan - falls das Wetter mitspielt. Hier ist es schön, die Sonne scheint, überall wachsen wieder Brombeeren (und viele sind nun reif). Ich mache es mir auf einem Felsen knapp oberhalb der Brandung bequem. So ist Urlaub!

Gegen 15 Uhr schaue ich nach meinen Gastgebern und meiner Unterkunft, so ziemlich dem einzigen Gästehaus hier. Die etwas kurz geratene Denise begrüßt mich herzlich, ihr Mann Adrian hält sich eher im Hintergrund. Auf Nachfrage erklärt sie mir, zu Fuß sei talaufwärts das “Crown Inn” zu erreichen (ich finde das Erkunden per pedes einfach spannender). Und angesichts dessen, dass das Frühstück nun doch noch ein Weilchen entfernt ist, mache ich mich auf in die angezeigte Richtung. Das Essen will verdient sein, denn ich muss natürlich nun jenen Weg wieder aufwärts steigen, den ich zuvor abwärts gefahren war. Vorbei am Tal der Schafe und der Lichtung der Gänse. Das “Crown Inn” wirkt charmant (ich zweifle jedoch an den 2 Meilen Entfernung, doch womöglich ist es die erklommene Höhe, die mich schwindeln lässt).

Nach Plwmp - was nach dem Geräusch klingt, das ein in den Brunnen fallender ungeküsster Froschkönig macht - sind es übrigens auch angeblich 2 Meilen von hier aus.

Es ist kurz vor halb Fünf. Angesichts des Fußwegs von 45 Minuten auf oder ab beschließe ich, so lange draußen bei einem kühlen Getränk zu warten, bis die Küche um Sechs öffnet. Bei einem Cider (er heißt “Thatcher’s Gold” und schmeckt trotz des Namens nicht ekelhaft bitter oder säuerlich - “Merkel’s Gold” hätte ich mir verbeten!) schaue ich den Schmetterlingen und Schwalben bei ihren Tänzchen zu.

Die Lammleber (lokales Essen muss sein!) ist allerdings so tot wie Churchill. Lediglich der Kartoffelbrei und die Zwiebelsauce retten das Arrangement. Die Bedienung ist nett, nur die vielen ziemlich übermotivierten Kinder, die mittlerweile ausgeführt werden, stören ein wenig die ländliche Stille. Der Abstieg fällt erwartungsgemäß schneller und leichter aus als der Aufstieg, und nach einer kurzen Auseinandersetzung mit dem Bett sowie einer kleinen Nachtruhestörung gegen halb Vier durch der körperlichen Zuneigung frönende Mitbewohner finde ich doch noch ein paar Stunden Schlaf. Ich komme in letzter Zeit nie wirklich zur Ruhe und schlafe während der gesamten Reise sehr schlecht.

Nach dem Frühstück (geräucherter Hering mit gemüsigen Beilagen dieses Mal), bei dem ich erfahre, dass meine beiden Gastgeber gelernte Koche sind und sowohl schon erfolgreich eine Hospitalküche Birmingham als auch ein Pub weiter westlich geleitet hatten, bevor es sie an diesen entlegenen Winkel an der Waliser Westküste verschlug, begebe ich mich an den Strand, um auf den kleinen Regionalbus zu warten, der zweimal pro Tag in die eine oder andere Richtung fährt. Holprig und überaus abenteuerlich geht es um Ecken und Kurven die schmalen Sträßchen entlang, Steigungen hinauf und wilde Gefälle hinab, bis ins Fischerstädtchen New Quay.

Dort sind auch wieder die üblichen Touristen anzutreffen, und nachdem es leider kein “Spider Crab Meat” zu probieren gibt, stärke ich mich mit einer winzigen Portion frischer leckerer Meeresfrüchte und beginne meinen Aufstieg zum “Ceredigion Coastal Path”.

Auf und ab am Meer entlang, am Rand von steilen Kliffs, an die das Meer brandet, zwischen Heidegestrüpp und immer wieder Massen von Brombeersträuchern (eine immer wieder willkommene Erfrischung) hindurch schnaufe, klettere und stolpere ich die sieben Kilometer Küstenpfad begleitet von starkem Wind bis nach Cwmtydu hinab.

Dieser alte Mann ist weder D-Zug (Interregio) noch Bergziegenbock - aber ich schaffe die Strecke, die offiziell mit zweieinhalb bis drei Stunden beziffert war, trotz kleiner Zwischenstopps in zwei. Dennoch bin ich kaputt und heilfroh, als hinter der letzten Hügelkuppe die kleine, mir bekannte Bucht auftaucht, und ich mich schließlich auf der Terrasse des kleinen Teilzeit-Cafés meiner Gastgeber niederlassen kann. Ich habe einige schöne Ecken dokumentiert auf meinem Weg - aber heute mache ich definitiv keine Fernmärsche mehr. Der todesmutige Busfahrer schaukelt mich ein letztes Mal hoch zum “Crown Inn”, wobei er so vertieft ist in eine Diskussion mit einem älteren Ehepaar, von dem der Mann sich als “Druide” bezeichnet, dass er glatt meinen Halt vergisst - aber der Irrtum wird schnell korrigiert. Druiden trifft man ja nicht jeden Tag. Vermutlich.

Ich komme mit dem Wirt des “Crown Inn”, David, ins Gespräch, dessen mittlerweile seit sieben Monaten entbundene Frau mich gestern durch ihren Marathon-Balanceakt auf zu hohen Schuhen beim Bedienen beeindruckt hatte. Er ist - wie könnte es anders sein - auch kein Waliser, sondern kommt aus Neuseeland. Ich rede mit ihm über persönliches Glücksempfinden und ähnlich Philosophisches, bis die ersten Abendgäste eintreffen. Er geht mittlerweile wohl auch öfters zu Fuß statt mit dem Auto zu fahren und macht einen zufriedenen und glücklichen Eindruck.. Und er meint, dass die Sterne hier besonders gut zu sehen seien, weil hier keine größere Stadt in der Nähe das Licht wegnimmt. Das kann ich bei meinem Weg talabwärts leider nicht selbst erfahren, denn es ist wolkig - und auch noch nicht wirklich “nachts”.

Es regnet in der Nacht. Und auch der Morgen ist ungemütlich nieselig und windig. Nach dem Frühstück geht es wieder weiter auf meinem Weg gen Süden - ich verabschiede mich und fahre zwei Stunden durch den Regen in Richtung Gower, einer Halbinsel vor Swansea, der letzten Station meiner Reise. Ich komme gegen 12 Uhr an, auch hier nieselt es wieder, und angesichts des für die nächsten Tage erneut überaus dürftigen Wetterberichts erwäge ich sogar eine Umbuchung meines Flugs auf den morgigen Tag, aber auf Nachfrage sind keine Plätze in meiner Klasse mehr frei - und ein Upgrade würde mich mehr kosten als der restliche Aufenthalt hier. Also bleibe ich und esse im örtlichen Pub/Restaurant “Britannia Inn” zu Mittag, vor dessen Eingang ein Schild vor wilden Erpeln zu warnen scheint. Oder eher vor Wildgänsen.

Ich bestelle ein Waliser Rib-Eye Steak mit Waldpilzen und Chips. Das Fleisch ist an sich ganz lecker, aber der Koch traut sich wohl nicht so ganz an die Temperatur, denn es ist doch noch ein wenig blass, aber doch “medium-rare”, wie man gutes Steak essen sollte.

Ich klingle beim “Tallizmand Guest House” schon um 13 Uhr und werde von David empfangen, einem recht markanten Endsechziger, der mich mit charmant-trockenem Humor und einer irgendwie erdig-warmen Art begrüßt und mir mein Zimmer zeigt. Alles ist mit antiken Möbeln ausgestattet, die er wohl selbst renoviert hat (auch sein Haus hat er selbst gebaut, meint er), vor dem Fenster picken und scharren die Hühner.

Das Wetter bleibt grausig, und so lese ich ein wenig und suche vor dem Zubettgehen noch kurz den eher spärlich bevölkerten Gastraum des “Brit” auf.

Ich hatte es befürchtet: zur britischen Eigenart, nichts einigermaßen Lichtdichtes an den Schlafzimmerfenstern zu haben kommt die Eigenart - wir erinnern uns an die Hühner vor dem Haus - von Hähnen, morgens mehr oder weniger musikalisch den Tag zu begrüßen. Aber nachdem ich eh wieder nicht gut schlafen konnte, machen mir die halbstündlich ertönenden Weckrufe ab vier Uhr dreißig auch nicht mehr viel aus. Und wenn uns britische (oder ist es vornehmlich US-amerikanische?) Folklore es auch glauben machen will, ein Hahn rufe “Cock-a-doodle-doo!” - ich habe mit Sicherheit lautmalerisch ein “Kikeriki!” erkannt. Mit Waliser Akzent, natürlich: “Cycurycy!”

Der Wetterbericht klingt verhalten positiv bis zum Nachmittag (Triumph!) - daher befrage ich David (der mir mit einem anerkennend-erstaunten Blick wieder Räucherhering kredenzt), der tatsächlich Waliser ist und zudem passenderweise Kartograph im Ruhestand, was er denn als Route vorschlagen würde für eine Erkundung der Umgegend und visuell Ansprechendes. Nach dem örtlichen kleinen Laden (eine Kooperative des Dorfs, wie es sie zunehmend in ländlichen Gebieten der Insel gibt) aufwärts zum Llanmadoc Hill für einen Rundblick - und dann abwärts zum Marschland des Gower.

Gesagt, getan: ich schnaufe bergan, überlasse den höchsten Punkt ein paar Wildpferden, begnüge mich mit dem zweithöchsten und marschiere anschließend abwärts durch den teils hüfthohen Farn.

Eine andere Gruppe von Wildpferden galoppiert in knapp zehn Metern Entfernung an mir vorbei, ich bewege mich respektvoll durch die Marschlandschaft, denn es sind ein paar offensichtlich noch sehr junge Fohlen dabei - und die Viecher sind ja schließlich in der Überzahl.

Dünen, Schafe (klar!), Brombeeren (ÜBERALL, die Dinger!), die schwarzen Rinder... und nur wenige Leute unterwegs. Nach einem Abstecher zum Strand führt mich mein Weg durch uralte Pinien wieder hinauf ins Dorf.

Auf der Terrasse des “Brit” ziehe ich mir zum Abschluss meiner Wanderung umringt von anderen Besuchern tatsächlich noch einen leichten Sonnenbrand zu.

Abends kehre ich dort noch einmal ein und lerne sowohl Bee (oder womöglich “Bea”?), eine nette Bedienung, als auch einige Männer aus dem Dorf kennen. Einer singt im örtlichen gemischten Chor, mit dem sie im letzten Jahr “auf Tournee” in Spanien waren, ein anderer ist Banker und heilfroh, dass er nichts mit Spekulationen zu tun hat, sondern kleine, lokale Unternehmenskredite vergibt - ich mache sehr schnell einige neue Bekanntschaften, die Leute sind offen und freundlich, bodenständig und mit einem trockenen, süffisanten Humor gesegnet. Schließlich komme ich noch mit einem Koch ins Gespräch, der auf einen Absacker nach Ende seiner Schicht mit seiner polnischen Frau vorbeischaut. Wir unterhalten uns über Lebensmittel, lokale Produkte, die Menschen hier und Gott und die Welt - und an diesem Abend habe ich zum ersten Mal das Gefühl, angekommen zu sein. Ich hätte eigentlich schon zu Beginn hier hinkommen sollen, scheint mir. Denn im Grunde war ich wohl nicht auf der Suche nach ständigen neuen Eindrücken, sondern nur nach Ruhe und netter Gesellschaft.

Der letzte Tag ist grau, stürmisch und regnerisch. Ich bewege mich lediglich noch zum örtlichen Laden für ein paar Welsh Cakes (die probiere ich mal selbst aus - leicht mürbe, aber saftige Kekse mit Rosinen), zur St. Madoc's Church, einer kleinen pittoresken Kirche des Ortes...

...und kurz auf ein Abschiedgetränk ins "Britannia Inn" - der Abend klingt aus mit einem kurzen Gespräch mit David, der mir irgendwie ans Herz gewachsen ist und mir das Gefühl vermittelt, dass er mich auch schon fast adoptiert hat. - Ich kann verstehen, weshalb Bee/Bea damit ringt, zu einer Fortbildung nach London zu gehen: man kann sich hier bei den Leuten wirklich zuhause fühlen. Sie leben Gemeinschaft.

Der Aufenthalt in Llanmadoc hätte länger sein dürfen, aber mein Weg führt mich zurück durch den Regen in Richtung Birmingham, wo ich den Rückflug nach München antrete. Das beschließt meinen Weg durch Wales - eine Reise voller Kontraste, neuer Erfahrungen (die ich gerne geteilt hätte) und netter Bekanntschaften.